Geschichte   •   Architekt Laves

Prominenter Namensgeber:


Laves schuf die schönsten Häuser Hannovers und den heutigen Stadtgrundriss

Georg Ludwig Friedrich Laves (1788-1864) war der führende Architekt im Königreich Hannover, ähnlich wie Schinkel in Berlin oder Klenze in München. Der Architekt, Stadtplaner und Bauingenieur entwarf nicht nur zahlreiche Bauten für das Hannover der Welfenkönige (Schloss Herrenhausen mit Mausoleum und Bibliothekspavillon, Waterloosäule, Umbau des Leineschlosses (heute: Landtag)), sondern auch das Hoftheater (heute: Oper), das Jagdschloss Springe oder das Wangenheim-Palais (heute: Wirtschaftsministerium). Die meisten seiner Bauten sind zerstört, erhalten ist aber zum Beispiel sein Wohnhaus (heute: Architektenkammer Niedersachsen). Als Stadtplaner prägte er Hannovers Erweiterung von der mittelalterlichen Stadt zum heutigen Stadtkerngebilde. Der fünfeckige Bahnhofsplatz etwa oder der dreieckige Opernplatz wurden von ihm entworfen, der Durchbruch Karmarschstraße zur Innenstadt und das System der großartigen "Achsen" Hannovers ist ihm zu verdanken. Im Bereich der heutigen Lavesstraße ließ er für die befreundete Familie Kestner ein Gartenhaus errichten und baute sich selbst kurz darauf auch eine eigene Gartenresidenz. In Erinnerung an den großen Hofbaumeister wurde der neu gestaltete Stadtteilplatz an der Lavesstraße 2007 offiziell "Lavesplatz" genannt.

Text: Conrad von Meding; Foto: Gerrit Castenow